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Expedition Afrika
[978389405485]

Expedition Afrika


Bild: Ariane Audouin-Dubreuil, Expedition Afrika 1924/1925, Frederking & Thaler Verlag.

Als am 24. Oktober 1924 genau 19 Männer mit ihren Citroën-Kettenfahrzeugen im algerischen Colomb-Béchar zu einer Expedition durch Afrika aufbrechen, ahnt noch keiner von ihnen, welche Strapazen vor ihnen liegen. Denn Afrika, der schwarze Kontinent, ist zu jener Zeit in weiten Teilen noch völlig unentdeckt. Für André Citroën ist die Croisiére Noire eine logische Konsequenz aus der bereits im Vorjahr erfolgten ersten Durchquerung der Sahara per Automobil. Und das nicht nur zu Werbezwecken.

Tatsächlich stellt die Expedition höchste Anforderungen an Mensch und Maschine. Man habe Tage der Hölle hinter sich, Tage voller Angst, 870 Kilometer ohne jede Hilfe von außen – so schildert ein Teilnehmer die Durchquerung einer Wüste im Grenzgebiet zum damaligen Französisch-Westafrika.

Bild: Ariane Audouin-Dubreuil, Expedition Afrika 1924/1925, Frederking & Thaler Verlag, Montage: garage2cv.de
Nach Durchquerung der Sahara stellt Zentralafrika die Expedition vor neue Hindernisse.

Die nicht nur in Frankreich bekannt gewordene Expedition um Georges-Marie Haardt und Louis Audouin-Dubreuil gerät nicht nur in technischer Hinsicht, sondern vor allem wissenschaftlich zur Herausforderung.

Als sich die Teilnehmer neun Monate später in Madagaskar wieder in Richtung Europa einschiffen, haben sie zwischen Mittelmeer und Indischem Ozean auf gewagten Routen nicht nur völlig unbekannte Regionen erkundet, sondern vor allem wertvolles wissenschaftliches Material gesammelt. Und sie haben den Beweis erbracht, dass es möglich ist, in motorisierten Fahrzeugen einen ganzen Kontinent zu durchqueren.

Bild: Ariane Audouin-Dubreuil, Expedition Afrika 1924/1925, Frederking & Thaler Verlag.
Am 14. Juni 1925 erreicht die Gruppe Haardt den Indischen Ozean.

Ariane Audouin-Dubreuil hat sich auf Spurensuche nach den Zeugnissen der Croisiére Noire gemacht. Sie sichtete unzählige Kisten mit privaten Aufzeichnungen ihres Vaters, entdeckte im Citroën-Archiv nie veröffentlichtes Bildmaterial und erhielt von der Société de Géographie Zugang zu den einst gemachten wissenschaftlichen Aufzeichnungen.

Herausgekommen ist nun das Ergebnis ihrer umfangreichen Recherchen: Das herrliche Werk Expedition Afrika. Auf rund zweihundert Seiten zeichnet Audouin-Dubreuil ein eindrucksvolles Bild der Afrikadurchquerung in den Citroën-Kettenfahrzeugen. So schildert die Autorin im ersten Teil des Buches die strapaziösen Etappen dieser Reise, jeweils anschaulich gemacht durch viele Landkarten, atemberaubende historische Bilder und natürlich durch die Tagebucheinträge der Teilnehmer.

Bild: Almanach Citroën 1932/Archiv garage 2cv.de
André Citroën hat einen Sinn für Spektakuläres: 1924 innitiert er die Expedition durch Afrika.

Der zweite Teil widmet sich den wissenschaftlichen Ergebnissen der Expedition, fasst Informationen, Beobachtungen und Dokumentationen zu den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit, Naturwissenschaft und Ethnologie zusammen. Daneben finden sich Abbildungen von gesammelten Erinnerungsstücken und historischen Dokumenten, Erklärungen zu den Fahrzeugen und natürlich auch Informationen zu den Teilnehmern der Expedition. Die hochwertige Ausstattung des Buches setzt der Expedition Afrika ein würdiges Denkmal und lädt so zu einem langen Lesevergnügen ein.

Von Jan Eggermann / Bilder: Mit freundlicher Genehmigung von Frederking & Thaler / Bearbeitung garage2cv.de

Die letztes druckfrischen Restexemplare.

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